Sternenkeller Rüti

STROHMANN-KAUZ «WAIDMANNSHEIL!»

Rabenschwarze Komödie

Zwei Jäger sitzen auf einem Hochsitz am Rande einer Lichtung. Ihre schwarzen Phantasien nehmen im Zwielicht der Dämmerung Gestalt an. Die beiden schiessbereiten Nörgler Frank (Rhaban Straumann) und Bänz (Matthias Kunz) üben sich in Geduld. Keine Sau in Sicht, nur Menschen und makabre Gedanken. «Waidmannsheil!» ist mehr als nur schwarzes Kabarett oder düsteres Satiretheater. Strohmann-Kauz nehmen mit dem preisgekrönten Stück der deutschen Autorin Susanne Hinkelbein unter der Regie von Graziella Rossi & Helmut Vogel bedenkenswerte Tendenzen aufs Korn und dunkle Seiten ins Visier.

 

 

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ANNA MAGDALENA BACH «WILLST DU DEIN HERZ MIR SCHENKEN?»

Ein Porträt in Musik von Armin Brunner, mit Andrea Wiesli (Klavier), Graziella Rossi (Erzählerin) und Helmut Vogel (Chronist). Musik: Johann Sebastian Bach.

Die erste Bach-Biographie von Johann Nikolaus Forkel aus dem Jahre 1802 ist erfüllt von feuriger Liebe zur Musik und zu ihrem Meister Johann Sebastian Bach. Kein Wort jedoch über Bachs Ehen, die Namen seiner beiden Frauen und der Töchter werden nicht erwähnt. Nur im «Clavierbüchlein der Anna Magdalena Bach» ist der Name von Bachs zweiter Ehefrau erhalten geblieben. Wie sie ihrem Mann Tag für Tag zur Seite steht und eine Grossfamilie unter prekären Verhältnissen betreut, hat die Nachwelt allerdings nicht interessiert.

 

 

 

NILS ALTHAUS «FUESSNOTE»

Mundartchansons

Musik, Texte und Regie: Nils Althaus.

 

Wäre das Leben ein Film, «Fuessnote» würde die Untertitel dazu schreiben. Das erste Programm des jungen Berner Liedermachers und Schauspielers Nils Althaus springt leichtfüssig über eingehockte Konventionen und Genregrenzen hinweg und lockt den Zuschauer mit verführerischer Fabulierlust in die unerforschte Welt des Alltäglichen. «Fuessnote» ist feinfühlig und intelligent, brüllend komisch und bitter ernst, selbstironisch und provokativ und trifft chirurgisch genau jeden Nerv – nicht fassbar, nicht fesselbar, aber unfassbar fesselnd.

 

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JUNES

live im untergrund

In zerbrechliche Songstrukturen und liebliche Klangmuster bauen JUNES aus St. Gallen elegant traditionelle Instrumente wie Cello oder Violine ein und schmücken sie mit elektronischen Ornamenten aus. Das Ergebnis ist eine sphärische Mischung aus alten und neuen Klängen und weitschwebenden, nachdenklichen Popsongs, die sich leise anschleichen, bis man sie plötzlich mitten in seinem Innern spürt. Live werden die beiden Junes-Köpfe von einer vierköpfigen Band unterstützt.

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13 JAHRE CHARLY ENGELHARD IM STERNEN

Musig i de Beiz mit dem Monkee Palace Orchestra.

Kein 2. Oktober ist in den letzten Jahren ins Land gegangen, ohne dass das Jubiläum von Charly Engelhard und seinem Team zum Jahrestag seines Starts im Sternen gehörig gefeiert wurde. 13 Jahre lang hat Charly mit seinem Team für eine gemütliche Gastfreundschaft gesorgt und immer wieder besondere Leckerbissen auf den Tisch gezaubert. Wie fast alle Jahre spielt das Monkee Palace Orchestra, eben das Haus(drachen)orchester. Ilsi Muna Ferrer (voc), Ben Sutter (git), Flo Egli (sax), Matthias Widmer (bass), Phil Scholl (drums) und Caspar Fries (acc). Herzmusik ohne Netz und doppelten Boden.

Tischreservationen 055 240 16 14.

«ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE»

Cinema 16 / CH-Film (1941)

Die Verfilmung von Gottfried Kellers Novelle «Romeo und Julia auf dem Dorfe» durch die Regisseure Valerien Schmidely und Hans Trommer bringt uns ein willkommenes Wiedersehen mit dem einmaligen Schauspielerpaar Margrit Winter und Erwin Kohlund. In eindrücklicher Weise verkörpern sie die beiden Hauptfiguren Vreneli und Sali, die als Kinder zusammen gespielt und sich als junge Leute ineinander verliebt haben. Weil ihre Väter im Zwist liegen, dürfen die Bauernkinder Vreneli Marti und Sali Manz nicht zusammenkommen. Ein kleines Stück steiniger Acker ist der Grund des Streits, dem zwei Familien zum Opfer fallen.

HENRY CAMUS «THE GRAND MENU»

Action-Kabarett. Regie: Ferruccio Cainero.

Henry Camus, ein in der Schweiz assimilierter amerikanischer Künstler, widmet sich mit Körper und Geist der Suche nach der Quelle des helvetischen Hudigääggelers. Dies, nachdem seine multiethnische Band wegen einer explosiven Mischung von religiösen Tabus eine stürmische Auflösung durchmachte. Henry Camus spricht Deutsch, Italienisch, Französisch und als Hobby sogar Schwiizerdüütsch. Er spielt wie ein Herrgott Klavier, Jonglage inklusive. Mit seinem zweiten Soloprogramm «The Grand Menu» präsentiert er eine kabarettistisch-musikalische Annäherung an eine der grössten Fragen der Menschheit: Warum ist DJ Bobo berühmt?

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ANDREAS THIEL «POLITSATIRE 3»

Literarisches Kabarett

Nach seinem ersten und zweiten Programm mit pointierter Politsatire schiebt Andreas Thiel folgerichtig nach: Politsatire 3. Der Titel bleibt Programm; was sich ändert, ist bloss die Zahl. Provokation bleibt das Prinzip, und wenn Thiel seinen verbalen Zweihänder schwingt oder sein intellektuelles Skalpell zückt, bleibt niemand ungeschoren. Thiel ist elegant, charmant – und gnadenlos. Wie man es von ihm nicht anders erwartet, balanciert er nonchalant über die Abgründe jenseits aller Religionen. Da reimt sich auch Ungereimtes. Die dichte poetische Fechtkunst fordert den geneigten Zuhörer bis zur geistigen Erschöpfung, darum spielt Caspar Fries zwischen den Zeilen erfrischende, musikalische Intermezzi auf dem Piano Forte.

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«SUDITALIA»

Musig i de Beiz mit Simone Mongelli (perc, maultrommel, voc) und Armando Illario (akk, voc).

«Suditalia» ist ein Tribut an die Tradition süditalienischer Musik. Ekstatische Tänze, die auf Riten der alten Griechen zurückgehen, mediterrane melodische Ornamente, raue Stimmen, intensive Rhythmen, starke Gefühle, dämonische Poesie. Der Perkussionist Simone und der Akkordeonist und Sänger Armando nehmen uns im Sternen mit auf die Reise: Tarantellas aus Neapel, Pizzicas aus Salento, Viddhaneddhas aus Kalabrien und Lieder in der Griko-Sprache, einer Mischung aus Italienisch und Altgriechisch, die in Apulien und Kalabrien heute noch gesprochen wird. Tischreservationen 055 240 16 14.

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SARDA «OLBIA»

Melancholische Popmusik

Daniela Sarda (voc, akk, piano), Ralph Sonderegger (kontrabass, ukulele, git), Mike Moling (piano, e-bass, git, akk) und Rico Baumann (dr, perc). Auf ihrem ersten Album «Donna Libellula» zelebrierte die Zürcher Band SARDA leichtfüssigen Italo-Pop, der nach Strandferien, Sommerdisco und Dolce Vita klang, nach dem nostalgischen Italien aus der glücklichen Erinnerung. Nun zog sich die Band zwei Wochen lang in die karge Bergwelt Sardiniens zurück, um das neue Album «OLBIA» aufzunehmen und gleichzeitig ein anderes Bild von Italien zu gewinnen. Eine Nation im Chaos und Politsumpf. Das Italien der Nachsaison und der zerbrochenen Träume. Ciao, bella Italia!

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«8 ½ - OTTO E MEZZO»

Cinema 16 / Film von Federico Fellini (I 1963).

Den Regisseur Guido Anselmi (Marcello Mastroianni) plagt eine Schaffens- und Existenzkrise. Wo bleibt seine Inspiration? Er fühlt sich unfähig, seine Arbeit an einem Film zu beenden und zieht sich in einen Kurort zurück. Doch bald erscheinen dort alle die, denen er eigentlich entkommen wollte: sein Drehbuchautor, sein Produzent, seine Frau und seine Geliebte. Er kann nicht entfliehen – einzig in Tagträumen. Während er sein Leben reflektiert, verschwimmen Traum und Wirklichkeit. 8 ½, dessen Titel auf der Anzahl von Fellinis bisherigen Filmen beruht, ist seine autobiografische Auseinandersetzung mit der Kunst des Filmemachens.

DSCHANÉ

Chants tziganes

Die menschliche Stimme steht hier im Mittelpunkt, eigenwillige Bearbeitungen traditioneller Romalieder sind entstanden. Darüber hinaus hat Andrea Panitz zu eigenen Texten in Romanes neue Lieder komponiert. Die unverwechselbaren Stimmen von Lucy Novotnà, Ilsi Muna Ferrer und Andrea Panitz ergeben eine glückliche Mischung und bringen eine herzliche Frische und überzeugende Intensität auf die Bühne. Eine satte instrumentale Begleitung vertieft die lyrischen Momente und treibt die abfahrenden Lieder voran: Igor Bogoev oder Boris Aquiles, Perkussion mit Kanna, Davul, Darabuka, und Szaibögö (Mundperkussion), Marc Bantelli (Mandoline, Gitarre, Bass, Tuba) und Caspar Fries (Akkordeon, Bass).

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